
Nach längerer (Urlaubs)Pause mal wieder ein Lebenszeichen hier auf diesem Blog! Nachdem ich u.a. den Himalaya durchkraxelt habe –nein, ich war NICHT auf dem Mount Everest, ich stand nur davor…– und NICHT beim Flugzeugabsturz in Lukla in der besagten Maschine saß –aber immerhin einen Tag zuvor– war ich dann doch wieder froh, in meine Heimat Berlin zurückzukehren. Ich habe am Ende meiner Reise doch einiges vermisst, was man „On Top Of The World“ einfach nicht hat: Fritten mit Mayo, ein warmes und sauberes Bad und keine Eimer-Duschen, genügend Sauerstoff und natürlich: KINO! Am Wochenende habe ich dann „Wild Combination – A Portrait Of Arthur Russell“ gesehen in Anwesenheit des Filmemachers, dem 26jährigen Matt Wolf. Wer einen durchrecherchierten musikjournalistischen Dokumentarfilm über den New Yorker Avantgarde- und Disco-Pionier Russell (gestorben 1992 an Aids) erwartet, ist jedoch fehl am Platz. Man erfährt nicht viel über Russell und seine manigfaltige Umtriebigkeit in der New Yorker Musikszene der 80er, was jedoch auch daran liegt, dass es tatsächlich nur wenige Zeitdokumente gibt, die Russell und seine vielen Projekte dokumentieren. Der Film ist vielmehr eine gelungene Mischung aus experimentellen atmosphärischen Filmstücken, Interviews mit Russells Eltern, seinem damaligen Lebenspartner Tom, einigen Freunden und Kollaborationspartnern (darunter Philipp Glass, Allen Ginsberg und John Cage) und den wenigen Originaldokumenten, die von damals existieren. Der Film kommt demnächst auf Plexifilm raus. Arthur Russell Alben könnt ihr u.a. bei eMusic runterladen.
Und eine kleine Playlist mit Arthur Russel Songs!